Gerademal eine Woche ist Verena, unsere Ägypten-Reisespezialistin wieder zurück an ihrem Schreibtisch. Sie hat die erlebe-Bausteine vor Ort getestet, das Land erneut besucht und war wieder mal begeistert von der ägyptischen Vielfalt und Gastfreundschaft. Aber lesen Sie selbst über den ersten Teil der Reise:


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Ägypten individuell? Ist das überhaupt möglich? Normalerweise verbindet man Ägypten mit großen All Inklusive Hotelbauten – überfüllten Tempel in Luxor und dem Tal der Könige.
In Bei meinem letzten Urlaub mit erlebe-ägypten hatte ich die Möglichkeit das wirkliche Ägypten kennen zu lernen. Mit kleinen Dörfern an dem Ufer des Nils, mit freundlichen Menschen, die gerne kaum erreichbare Grabkammern aufgeschlossen haben und große Tempelanlagen, die man ganz für sich hatte, weil noch keine anderen Touristen da waren. Ich habe ein Ägypten kennengelernt, das ich mit meinem privaten Guide erkunden konnte und wenn ich Fragen hatte konnte er sie stets beantworten. Man musste nie auf jemanden warten, da man nie mit einer großen Gruppe unterwegs war – man musste nie den Kopf recken, um den Führer zu verstehen, der am Anfang einer großen Reisegruppe stand.
Ich durfte ein Ägypten mit köstlichen traditionellen Gerichten kennen lernen und nicht das All inklusive Essen welches überall auf der Welt serviert wird. Ein Ägypten von einer Dahabeya aus, und nicht einem großen Kreuzfahrtschiff, auf dem man um die Liege kämpfen muss. Nicht nur hatte jeder Gast seine eigene Liege – auf jeden Gast an Bord das Dahabeya – und das waren 8 an der Zahl -kam mindestens ein Besatzungsmitglied.
Ich habe mein Ägypten schnorchelnd, Kamelreitend, den Sonnenaufgang vom Mt. Sinai bewundernd, im Nil schwimmend, vor Tempeln staunend und immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht der Ägypten entdeckt und erlebt.
Zu den Highlights meiner Reise zählen folgende:
- Schnorcheln im Roten Meer in Dahab – man hat zwar davor schon viel gelesen über die bunte Unterwasserwelt, wenn man sie dann aber tatsächlich so farbig und nah entdecken kann, ist es nochmal etwas ganz anderes
- Allradwagenfahrt durch die Wüste: ich musste immer wieder staunen, dass wir es über eine Sanddüne geschafft haben und wie sich unser Guide in der Wüste zurecht gefunden hat
- Sonnenaufgang von dem Mt. Sinai mit erleben zu können. Wir waren haben uns mit einem privaten Guide auf den Weg gemacht – nachts um halb 2 und bei Vollmond – eine Taschenlampe war komplett überflüssig. Dreiviertel des Weges waren wir ganz alleine unterwegs und nur das letzte Stück gingen wir auf dem gleichen Weg wie viele anderen auch. Obwohl viele Leute auf dem Gipfelwaren, war es ein tolles Erlebnis die Farbveränderungen an den anderen Bergen zu sehen – die ersten Schatten wandern zu sehen und natürlich die herrlichen Farben der langsam aufgehenden Sonne.
- Abends durch Kairo zu laufen – es ist einfach ein tolles Erlebnis sich in der Menge treiben zu lassen und dem Leben auf der Straße zu zu sehen.
- Die vielen Antworten unserer Guides auf unsere Fragen – die wir jederzeit stellen konnten, auch wenn sie nicht mit einem Baujahr oder einem Tempel zu tun hatten.
- Die Hieroglyphen und Malereien an den Wänden der Temple und natürlich die Pyramiden an sich – gepaart mit dem Bewusstsein, wie sie gebaut wurden, wofür sie standen und welche Bedeutung sie damals und heute haben. Die Cheops Pyramide gehört zu den Sieben Weltwundern und ist das einzig erhaltene dieser.
- Die Dahabeya Segeltour: man war auf einem luxuriösen Segelschiff unterwegs und fühlte sich in der Zeit zurück versetzt – es hätte genauso gut zu Zeiten Kleopatras sein können, dass man an den fruchtbaren Nilufern vorbeifuhr. Und tagsüber waren wir zum Teil das einzige Schiff weit und breit auf dem Nil – natürlich abgesehen von kleinen Fischerbooten mit Fischern, die auf unkonventionelle Weise Fische in Ihre Netzt getrieben haben. Darüber hinaus konnten wir mit der Dahabeya, diese verfügt im Übrigen nur über 6 Kabinen und garantiert so eine ganz tolle Atmosphäre, an vielen Stellen halten, an denen die großen Kreuzfahrtschiffe vorbei gefahren sind. Wir haben an einem Abend im Mondschein bei den Grabkammern von Gebel Silsila gegessen, haben Spaziergänge zu Dörfern gemacht, in denen normalerweise keine Touristen gesehen werden und konnten sogar im Nil schwimmen. Wir haben den beeindruckenden Tempel von Kom Ombo besichtigt, bevor die großen Kreuzfahrtschiffe angelegt hatten – so hatten wir den Tempel ganz für uns alleine und unser Guide hat uns auf viele Kleinigkeiten und Details hinweisen können, die bei großen Gruppen nicht möglich gewesen wären. Das herrliche Essen, der hervorragenden Service und die Freundlichkeit der Crew haben dieses Erlebnis nur noch verstärkt.
- Die Fahrt auf dem Nil entlang der Felsen und Stromschnellen zu dem Katarakt in Assuan – so hatten wir den Nil noch nicht gesehen und es war ein tolles Erlebnis ein nubisches Dorf zu besuchen und dort bei einer Familie Abend zu essen. Als wir fertig waren, waren nur noch wenige Touristen in dem Dorf und so bekamen wir in der Schule noch Privatunterricht und lernten auf Arabisch unseren Namen zu schreiben.
- Die Freundlichkeit mit der einem die Menschen begegnet sind und die gute Laune, die sie verbreitet haben. Das Gefühl das alles kein Problem ist und wenn etwas nicht passt, wird so lange nach einer Lösung gesucht bis man eine gefunden hat – selbst wenn das heißt an ein Holzkästchen Plastikfüße zu kleben. ...."
Fortsetzung und mehr Fotos sind nächste Woche Freitag mit dabei.
Viele Grüße
Doris